Event Details
Die Geschichte der verputzten Fassaden reicht über 1000 Jahre zurück. Ursprünglich diente der Putz dem Schutz des Mauerwerks vor Witterungseinflüssen und Bränden. Im Laufe der Zeit kamen zunehmend gestalterische Aspekte hinzu. Historische Putze wurden in Handarbeit aufgetragen – oft mit Kalk als Bindemittel – wobei die individuelle Handschrift des Verputzers eine zentrale Rolle spielte.
Dieser Kurs bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte, Technik und Restaurierung traditioneller Putzsysteme. Die Teilnehmenden lernen, historische Putze zu erkennen, fachgerecht zu beurteilen und selbst herzustellen. Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Anwendung: von der Auswahl geeigneter Materialien über die Analyse typischer Putzstrukturen bis hin zur Umsetzung historischer Baustellenmischungen.
Im praktischen Teil des Seminars werden Techniken zur Restaurierung historischer Putze vermittelt. Die Teilnehmenden üben das Anmischen traditioneller Rezepturen und das Aufbringen von Putzschichten mit authentischen Werkzeugen und Methoden. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für die handwerkliche und kulturelle Bedeutung historischer Putze zu entwickeln, um dieses Wissen in der Denkmalpflege und Restaurierung anwenden zu können.
Nutzen
Die Teilnehmenden erlangen vertiefendes Wissen rund um das Themengebiet der historischen Putze, welches sie anschließend sicherer und selbständiger gegenüber dem Kunden und den Planern auftreten lässt.
Zielgruppe
Stuckateur-Azubis im 3. Ausbildungsjahr (dieses Angebot gilt bundesweit)
Mitzubringen
Arbeitskleidung, persönliche Schutzausrüstung, vollständige Werkzeugkiste


