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Grundsätzlich ist die Luftdichtigkeit eines beheizten Gebäudes von großer Bedeutung für dessen Gebrauchstauglichkeit. Sie dient der Energieeinsparung sowie zur Vermeidung von feuchtebedingten Bauschäden.
Richtlinie für Planung, Ausschreibung und Ausführung
Diese in zweiter Auflage erschienene Richtlinie soll für Planung, Ausschreibung und Ausführung eine Grundlage geben, damit die Koordination der Gewerke optimiert ablaufen kann. Sie soll auch dazu beitragen, dass die abstimmungsbedürftigen Schnitt- und Nahtstellen besser ausgeführt, Details optimiert und Schäden vermieden werden. Mit Hilfe der Richtlinie soll die Kommunikation unter den beteiligten Auftraggebern, Planenden und Auftragnehmern verbessert werden.
Durch die Mitwirkung zahlreicher Fach- und Bundesverbände unterschiedlicher Branchen sowie eines Partnerverbandes der Industrie wurde dazu beigetragen die abstimmungsbedürftigen Schnittstellen bei der Ausführung eines luftdichten Gebäudes noch weiter zu optimieren, z. B. Elektro-, Glaser-, Maler-, Schreiner-, Sanitär-Heizung-Klima-, Schornsteinfeger-, Stuckateur- und Zimmererhandwerk, Gipsindustrie und der Branchenverband Luftdichtheit im Bauwesen.
Die Richtlinie berücksichtigt bekannte und bewährte Methoden/Verfahren zur Herstellung der Luftdichtheit zum Zeitpunkt der Ausgabe sowie die Vorgaben der einschlägigen Normen und Richtlinien.
In der Richtlinie werden Lösungen für verschiedene Anschlusssituationen in beheizten Gebäuden zeichnerisch dargestellt. Es handelt sich dabei um Regelfallbeschreibungen. Andere Lösungen sind möglich, wenn deren Funktionsfähigkeit sichergestellt ist.
Die 112 Seiten umfassende Schrift gliedert sich in einen Textteil, einen Teil mit 28 Prinzipskizzen und einen Teil mit 47 Detailzeichnungen.
Im Textteil wird die Bauphysik und die Planung detailliert beleuchtet. Darüber hinaus werden noch Baustoffe, Materialverbindungen und Anschlüsse thematisiert sowie Hinweise für die Ausführung unterschiedlicher Gewerke gegeben.
Bei den Prinzipskizzen wird folgendes dargestellt
- Bauteilanschlüsse an luftdichte Ebenen
- Flächenverbindungen von luftdichten Ebenen
- Durchdringungen von luftdichten Ebenen
Bei den Konstruktionsdetails und -beschreibungen wird das gesamte Gebäude betrachtet und es wird Folgendes dargestellt:
- Dach mit Zwischensparrendämmung
- Dach mit Aufdachdämmung
- Zwischendecken
- Wände
- Fenster
- Durchdringungen und Anschlüsse an Abgas- und Lüftungsanlagen
Die Richtlinie gibt praktische Hinweise für die fachgerechte Ausführung der Gewerke. Ziel dieser Ausarbeitung ist deren Anwendung, beginnend in der Planungs- und Ausschreibungsphase durch den Architekten, über die Bauleitung und weiter bei der Ausführung.

